Berthold Schmidt

Archivar und Historiker

 Schmidt_Berthold

Geboren 12. Januar 1856 in Ivanack,
Gestorben 11. Mai 1929 in Schleiz

Er stammt aus einer alten niedersächsischen Theologenfamilie und hieß mit vollständigem Namen Herrmann Christoph Karl Friedrich Berthold Schmidt. Er war verheiratet mit Helene Thieme (* 17. Mai 1864; † 16. November 1934), Expertin einer vergangenen Papierwelt.

Seine erste Bildung erhielt er im elterlichen Haus durch den Hauslehrer auf dem gräflichen Schloss zu Ivenack. Mit 14 Jahren schickten ihn seine Eltern auf das Progymnasium in Malchin und mit 16 kam er auf die Große Stadtschule Wismar.

1878-1882                Studium der Philologie, Geschichte und Germanistik an der Universität Leipzig. In Berlin und Jena setzte er seine Studien fort, das er im Februar 1882 mit dem Staatsexamen abschloß.
1881 In Jena im Gründungsjahr Mitglied des akademisch-historischen Vereins. Ein besonders freundschaftliches Verhältnis verband ihn mit Prof. Dietrich Schäfer.
01.10.1882 Vortrag über "Kritik zur Geschichte der Ahnen des Reußischen Hauses" auf der  Generalversammlung des Vereins. Kurz darauf beauftragte ihn, auf Vorschlag von Prof. Schäfer, der Thür. Geschichts- und Altertumsverein Jena mit der Bearbeitung des Urkundenbuches der Vögte von Weida, Gera und Plauen.
1882 Promotion. Dissertation über "Arnold von Quedlinburg und die ältesten Nachrichten zur Geschichte des Reußischen Hauses".
1883 Berufung zum Archivar und Bibliothekar des Fürstlichen Hausarchivs und der Schloßbibliothek nach Schleiz.
1884 Heinrich XIV. Reuß j.L. beauftragte ihn, das „Hausarchiv Schleiz“ in eine moderne Forschungseinrichtung zu verwandeln.
1885 stellvertretender Vorsitzender des Vogtländischen Altertumsforschenden Vereins zu Hohenleuben.
1898 Ernennung zum Archivrat.
1918 Ernennung zum Geheimen Archivrat.
1924 In der Stadt Schleiz wird zu seinem 40-jährigen Dienstjubiläum eine Straße nach ihm benannt.


Seine Veröffentlichungen und wissenschaftlichen Darstellungen der Thüringischen Geschichte zählen bis heute zu den Standardwerken.